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Pflegestufe bei Demenz

Wer Menschen mit Demenz dabei hilft, durch den Alltag zu kommen weiß: auch ganz einfache Handlungen können sehr zeitaufwendig werden: das richtige Zimmer finden, erklären wie ein Reißverschluss bedient wird, darauf achten, dass die Zahnprothese ordentlich gereinigt wird ...
Solcher Hilfebedarf wird bei der Einstufung in eine Pflegestufe sehr unzureichend beachtet. Es wird in erster Linie berücksichtigt, wie viel Zeit eine Pflegeperson benötigt, um bei einigen wenigen Verrichtungen des Alltags (§14 SGB XI, Absatz 4) zu helfen. Diese Hilfeleistungen können durch psychische Erkrankung verursacht oder erschwert werden (mehr zum Pflegebedarf). Nur der Zeitaufwand, der im Zusammenhang mit den anerkannten Verrichtungen anfällt wird berücksichtigt. Nehmen solche Hilfen in Folge einer Demenz besonders viel Zeit in Anspruch, muss das angerechnet werden: Unterstützung, Beaufsichtigung oder Anleitung heißt das in den Richtlinien zur Einstufung (BRi).

Ein Ziel der Begutachtung ist es festzustellen, ob die Alltagskompetenz so erheblich eingeschränkt ist, dass es schon deshalb Leistungen von der Pflegekasse gibt (obwohl die Voraussetzungen für die Pflegestufe 1 nicht erfüllt sind). Das wird umgangssprachlich Pflegestufe 0 genannt.

Aufzaehlung Erläuterungen zur Bedeutung von Demenz und eingeschränkter Alltagskompetenz im System der ab 2017 gültigen Pflegegrade.

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